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Freitag, 2. Juli 2010

Ein vorzügliches BBQ und ein Pub voller Engländer

Das Wetter in Irland war an diesem Wochenende für irische Verhältnisse richtig gut, endlich haben wir es auch zeitlich hinbekommen uns alle mal zum BBQ zu treffen. Also haben wir drei deutschen Interns uns am Samstag Nachmittag auf den Weg nach Unionhall zu unserer Kollegin gemacht. Dort angekommen, stand der Grill alias Gargamel schon bereit und die Drinks waren auch schon kühl gestellt – so wie sich das gehört! :) Auf ihrem Balkon – mit Meerblick! – haben wir dann vom feinsten unsere BBQ Session gestartet mit einer Auswahl an Salaten, Würstchen, Steaks, Prawns und Muscheln. Ja... sogar ich – diejenige, die sonst alles „fischige“ verabscheut – habe einige Muscheln gegessen und fand die gar nicht mal so schlecht :) Note an Mama: Kannst stolz auf mich sein! :) ha ha...! Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang am Meer sind wir dann bei einer feucht-fröhlichen Runde im Kniffeln gegeneinander angetreten. Es war schon eine echte Herausvorderung im Suff noch kopfzurechnen.




Am nächsten Morgen bzw Mittag haben wir uns dann ausgeschlafen wieder auf den Weg nach Skibb gemacht, um dort dann rechtzeitig das Spiel England vs. Deutschland in unserem Stammlokal dem „Paragon“ zu verfolgen. An diesem Tag war der Pub ausnahmsweise mal total voll.... leider alles nur mit England-Fans. Da kamen wir drei uns mit unseren rießen Deutschland Flaggen schon nen bisschen komisch vor! Aber immerhin waren die Angestellten auch auf unserer Seite! ^^ Nachdem, dann das Tor von Lampard für England aber nicht freigegeben wurde, zogen wir schon einige böse Blicke auf uns und unser jubbeln wurde dementsprechend ein wenig leiser! Letztendlich hat Deutschland aber verdient gewonnen und die Engländer nach Hause geschickt, sodass wir gehobenen Hauptes und jubelnd den Pub verlassen konnten! :D


Morgen werden Meike und ich das Viertelfinalspiel Deutschland vs. Argentinien in einem deutschen Pub in Cork verfolgen! Hoffentlich gewinnen wir dann auch, damit es wieder heisst:

Schlaaand ohh Schlaaand, wir sind von dir begeistert! Schlaaand ohh Schlaaand....! ;)

LG aus dem sonnigen, wenn auch nicht ganz so heissen, Skibb

Viviane

Dienstag, 25. Mai 2010

Skibbereen by bike

Vorab ein kurzer Rückblick auf den 15.05.2010. Eigentlich ein eher langweiliges und ruhiges WE. Nichts geplant und auch nicht viel getan. Am Samstagabend hatten Vivi und ich dann aber doch die Schnauze voll vom Rumhängen und haben beschlossen, Skibbereen unsicher zu machen. Also ein wenig aufgebrezelt, unsere neuen Highheels angezogen und ab gings es in den Pub. Damit wir auch mal etwas anderes sehen, sind wir mal nicht ins Paragon sonder zu Annie Mays. Sehr gute Entscheidung! Ein netter Pub , Männerüberschuss und es gab sogar kostenlos etwas zu essen. Es wurden Pommes und Sandwiches serviert. Blöd nur, dass wir uns zu Hause noch den Bauch vollgeschlagen hatten.

Als wir dann unseren Arbeitskollegen Rob entdeckten, ging die Party los. Zu späterer Stunde sind wir noch in den Club Dakota „The hottest Niteclub in Skibbereen!“ :D Naja, auch der Einzige irgendwie ;) Das Ende vom Lied: Wir haben den ganzen Sonntag bei wunderschönem Sonnenschein auf der Couch im Wohnzimmer verbracht...


Jetzt komme ich mal zum letzten Wochenende. Auch hier hatten wir nichts geplant. Am Freitagabend ist uns ganz spontan die Idee gekommen, das wir ja auch mal eine Runde „Ring of Fire“ spielen könnten. Gesagt, getan. Schnell eine andere Hose und Schuhe an(wir haben immer noch nicht den Mut typisch irisch in Jogginghose das Haus zu verlassen) und ab zum Costcutter (Shop der Tankstelle) und den günstigsten Wein eingekauft. Der hier bei 5,99€ bzw 4,99€ liegt. Zurück wieder in die Schlafklamotten und los gings. Gestartet sind wir zu dritt, später kam dann noch Elisa dazu. Leider konnten wir die Runde nicht ganz beenden, da wir einen frühzeitigen Ausfall hatten und dann abgebrochen haben... Man sollte sich halt nicht mit Profis wie uns anlegen ;)

Da wir aber nicht schon wieder das ganze Wochenende in Skibbereen verbringen wollten, kamen Vivi und ich am Samstag auf die geniale Idee, uns ein Fahrrad auszuleihen und eine Radtour zu machen. Nachdem wir am Samstag Mittag in Nachbars Garten ca. 3 Std. im Bikini in der Sonne gebraten haben (fetter Sonnenbrand inclusive!), sind wir dann los, um unsere Räder abzuholen, da der Fahrradladen am Sonntag nicht geöffnet hat. Vorher noch schnell „Sex and the City“ ausgeliehen und das Abendprogramm war auch gerettet.

Am nächsten Morgen, nachdem wir unseren Sonnenbrand mit allen möglichen Lotions bearbeitet hatten, ging es dann voll motiviert los mit unserer Radtour. Wir hatten uns auch extra die kleinste Route ausgesucht. 24 km sollten ja zu schaffen sein. Nach kurzen Bedenken, ob wir das mit dem Linksfahren auch hinbekommen, gings los. Und gleich schon der erste Kreisverkehr...aber alles unfallfrei gemeistert! Wenn ich mit dem Rad auf der linken Seite fahren kann, sollte das mit dem Mietwagen ja später auch kein Problem darstellen !;)



Und was man nicht alles sieht, wenn man mit Rad und nicht mit dem Auto fährt...eine völlig andere Perspektive. Die ersten Kilometer vergingen auch wie im Flug! Da wir das erste Drittel in < 1 Stunde geschafft hatten, wurden wir ein wenig Größenwahnsinnig und überlegten uns schon Anschlussrouten und wen wir nicht alles besuchen könnten...




Obwohl wir Teile der Strecke schon mal mit dem Auto gefahren sind, waren wir doch jedes Mal beim Anblick der Klippen, der kleinen Buchten mit schönen Stränden und dem glasklaren, türkis-blauen Wasser total aus dem Häuschen. Der strahlend blaue Himmel und die Sonne taten wohl ihr übriges dazu. ;) Wir haben immer wieder gemütlich kleine Pausen gemacht. Leider wurde die Strecke ab dem 2. Drittel irgendwie anstrengender. Denn plötzlich und völlig unerwartet, gingen die Straßen berauf!!! Supersportlich wie wir zwei ja sind, haben wir dann jeden Berg zum Anlass genommen, den Rädern eine kurze Auszeit zu können und sie den Berg hinauf zu schieben. ;)




Wir haben dann noch einen Stop an dem schönen kleine Strand bei Sandycove gemacht. Eine kleine Bucht zwischen Felsen eingeschlossen. Hier war wirklich was los. Alles voller Touris ;) Das letzte Mal waren wir im März hier und kein Mensch weit und breit. Nach einer kleinen Fotosession auf den Klippen, vermisste Vivi plötzlich ihre Kamera. Wir haben über eine halbe Stunde den gesamten Klippenbereich abgesucht, aber sie war nicht auffindbar! Es ist uns immer noch rätselhaft, wie das passieren konnte. :(







Danach haben wir uns ein wenig niedergeschlagen wieder aufgemacht Richtung Castletownshend. Allerdings haben wir diese Strecke eigentlich auch mehr geschoben als das wir gefahren sind. Als dann noch so eine niemals endene Steigung auf uns zu kam, haben wir uns für eine Brotzeit mitten in einer Kurve am Straßenrand entschieden! War auch nötig! Danach wurde weiter geschoben... Wir sind dann doch nicht mehr von unserer Route abgewichen und waren froh, dass nach dem ganzen Bergauf endlich ein paar rasante Abfahrten kamen!!! Und die waren nicht zu unterschätzen. Wir als Norddeutsche sind sowas ja nicht so gewohnt. ;) Als wir dann endlich die ersten Häuser von Skibbereen entdeckten, waren wir heilfroh!



Um uns für unsere Anstrengungen zu belohnen, haben wir uns dann noch ein wohltuendes Pint Bier im Paragon gegönnt! :) Eigentlich sollte es dort auch noch Livemusik und ein kostenloses BBQ ab 17 Uhr geben, aber als um kurz vor 18 Uhr immer noch nichts aufgebaut war, hat uns der Hunger übermannt und wir haben die Fahrräder auf dem Hinterhof des Fahrradverleihs abgestellt und sind dann doch zum Essen nach Hause.



Fazit: Unterschätze nie die irische Landschaft. Ob wir noch einmal eine Radtour hier machen...Ich bezweifle das... :D Aber schön wars trotzdem!

Viele liebe Grüße aus dem sonnigen Irland
Meike :)

Montag, 10. Mai 2010

Fota Island & Cobh

Am Montag war halbwegs ausschlafen angesagt. Gegen 10 Uhr sind Christian und ich nach Cobh aufgebrochen – ohne Meike, da sie am Dienstag wieder arbeiten musste.

In Cobh sind wir dann zunächst ins Museum „The Queenstown Story“ gegangen. Hier erzählt die Ausstellung von der der irischen Massenauswanderung während der großen Hungernot und dokumentiert die Ära der berühmten Linienschiffe wie der Luisiana und dem tragischen Untergang der Titanic, die beide in Irland gebaut wurden.







Am Nachmittag sind wir in den Fota Wildlife Park gegangen, haben dort die Tiere beobachtet, die Sonne genossen und haben dabei ein leckeres Eis gegessen :) Gerade noch rechtzeitig sind wir anschließend noch in die Jamesons Midleton Distillery gegangen und haben dort die letzte geführte Tour des Tages mitgemacht. Eine kleine Kostprobe gab es zum Schluss natürlich auch. Whisky ist ja an sich nicht ganz so mein Ding, dieser war aber wirklich sehr lecker, leider auch sehr, sehr teuer! :)




Den Abend haben wir wieder mit einem ruhigen Pub-Besuch ausklingen lassen…

Dienstag war dann ausgiebig shoppen angesagt – Christian hat auch ordentlich zugeschlagen – bevor es dann wieder zurück nach Skibbereen ging.

Am Mittwochmorgen ging dann auch schon Christians Flieger und mein Urlaub war vorbei. Krass, wie schnell so eine Woche doch vergeht!

LG aus Skibbereen - Viviane :)


Montag, 22. März 2010

Today is the day!

Heute war es endlich soweit. St. Patricks Day! DER Feiertag in Irland! Party, Party Party!!! Und wo kann man ihn wohl am besten feiern??? In Irland natürlich....so dachten wir zumindest! Um halb 8 war Abfahrt. Mit ordentlich Schnaps im Gepäck machten wir uns auf nach Cork. Wir wollten ja noch einen Parkplatz finden und rechtzeitig da sein, um auch ja nichts zu verpassen. Mit unseren Irland Fahnen und grünen Hüten waren wir dann so ziemlich die einzigen auf dem Park & Ride Parkplatz in Cork. Naja, vielleicht sind ja alle mit dem Bus oder so angereist. In der City angekommen... nichts! Ein paar noch geschlossene Buden und die Markierung, wo die Parade startet. Gut, erstmal ordentlich Frühstücken. Leichter gesagt als getan. Leider hatten die ganzen Café’s noch geschlossen und wollten erst um 10 Uhr öffnen. :( Wollten uns dann noch ein wenig weiter umschauen, aber irgendwie ist das alles nicht so interessant, wenn noch nichts geöffnet hat und keine Menschen da sind. Endlich 10 Uhr. Frühstück... oder zumindest nen Latte. Dann alle noch mal aufs Töpfchen und auf gehts in Getümmel zur Party.



Als wir dann endlich mal Leute mit komischen Hüten und grüner Kleidung entdeckt haben, konnten wir uns auch in Schale werfen. Und wurden auch gleich von einem asiatischen Pärchen nach einem Foto gefragt. Beim Ablaufen der Paradestrecke entdeckten wir dann einen Mann mit Mirko im Schaufenster... Ein Radiosender. Nachdem wir dann ein wenig dort rumgelungert haben, wurden wir auch von einer netten jungen Dame gefragt, ob wir nicht ins Radio wollten. Natürlich, wer wenn nicht wir! :D Als es dann ernst wurde und der Moderator seinen Schaufensterplatz verließ und auf uns zukam, wurde uns dann ja schon ein wenig mulmig. Lief soweit ganz gut, bis auf dass ich mit meinem glänzenden Englischkenntnissen, auf eine nicht verstandene Frage nur ein peinlich berührtes „I I I I don’t know...?“ stammelte ;) Das könnt ihr hier auch im Original anschauen:



Als wir unser Gekreische und Gestammle dann ein paar Minuten später im Radio hörten, waren wir aber schon irgendwie stolz auf uns. Jetzt sind wir berühmt! :D Schnell noch ein Foto gemacht und dann mal schauen, von wo man die beste Sicht auf die Parade hat.



1,5 Std. bevor es losgehen sollte, standen wir dann in einer Kurve bei McDonalds und hatten eine wunderbare Sicht auf... erstmal gar nichts... Warten! Laaangweilig! Niemand um uns herum ist betrunken oder trinkt Alkohol. Hm, wir trauen uns auch nicht. Und, oh nein! Jetzt drängeln sich auch noch zwei Kinder links neben mich... :( Na hoffentlich wackeln die nicht die ganze Zeit rum. Nachdem mir das eine Mädel mit ihrer Irland-Flagge ein paar Mal fast das Auge ausgestochen hat, ist Mutti eingeschritten und hat die Fahne für den Rest der Parade konfesziert. Besser ist das auch! Dann gings endlich los. Und was soll ich sagen, das lange warten hat sich nicht unbedingt gelohnt. Einige Sachen waren ganz nett, vor allem die beiden sehr attraktiven Trommler und das große Krokodil, aber das waren auch schon die Highlights. Nachdem wir während der Parade auch noch von Cloé getrennt wurden und ich jetzt beidseitig von nervigen blöden kleinen Mädchen umzingelt war, war die Stimmung am Ende der Parade nicht mehr so ganz auf dem Höhepunkt.



Da wir nach der Parade alle hungrig waren, haben wir uns dann auf den Weg zur Fressmeile gemacht. Leider hatten die anderen Zuschauer die gleiche Idee. Überall lange Schlangen. :( Wir entschieden uns dann für einen Kebap zum Schnäppchenpreis von 6€! Da kann man ja einiges erwarten, sollte man in Irland aber lieber nicht. Das Ding hatte nicht soviel mit dem deutschen Döner gemein. Erstmal kommt es doch auf die Größe an! Und das hat hier einfach mal gar nicht gestimmt. Ein winziges dünnes Pittabrot mit Zwiebeln und Salat, etwas Knoblauch Sauce, irgendeine andere Sauce und obendrauf tatsächlich Ketchup! Das Fleisch hing auch nicht am Spieß sondern wurde im Ganzen auf nem Kontaktgrill gebraten und dann „klein“ geschnitten. Also im Großen und Ganzen viel zu teuer und nicht wirklich überzeugend! :( Zum Trost und zur Sättigung haben wir uns dann noch richtig leckeren Kuchen gekauft. Also das können sie, die Iren :D Total vollgefressen und erledigt, wussten wir jetzt nicht genau, was wir tun sollten. Alkohol passte irgendwie auch nicht mehr rein. Eigentlich wollten wir ja feiern und so, aber wir konnten nirgends betrunkene oder trinkende Menschen entdecken...strange! Wie wir später erfahren haben, ist es in Irland verboten, auf der Straße Alkohol zu trinken. Gut, dass wir es gelassen haben, sonst wären wir noch im Knast gelandet ;)

So striffen wir noch ein wenig durch die Innenstadt von Cork. Aber nach Pub war uns irgendwie auch nicht so. Die waren auch völlig überfüllt und am nächsten Morgen mussten wir auch wieder zur Arbeit. Nach dem wir noch ein wenig durch die Geschäfte geschlendert sind, sind wir dann auch Heim gefahren und haben uns vor die Glotze gehängt.

Fazit: Man sollte sich nicht zu sehr auf etwas freuen und keinen Kebap in Irland essen. ;)